39. VG-Arbeitskreis „Schule, Wirtschaft und Verwaltung“

zu Besuch bei Realschule plus

 19.06.2017

Die Marie-Curie-Realschule plus Bad Marienberg war Gastgeber des Arbeitskreises. Bei seiner Begrüßung betonte Rektor Thomas Eppendorf den guten Zustand und die gute Ausstattung der Schule, die ihr die Verbandsgemeinde Bad Marienberg als Schulträger zur Verfügung stellt.

Unterricht hat sich geändert

Bei einer Führung informierten die Lehrer über den Unterricht in den Fachräumen. Dieser hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern heute mehr eigene praktische Übungen und Versuche. Veranschaulicht wurde das von Schülerinnen und Schüler, die freiwillig (!) vor Ort waren. Ziel des Unterrichts ist die Vermittlung und Umsetzung von theoretischen und praktischen Kenntnissen. Soweit möglich, verbinden die Lehrer dies mit weiteren Lernzielen, z. B. Teamarbeit (hier: Kochen im Team).


Schülerinnen und Schüler stellten den Mitgliedern des Arbeitskreises zusammen mit ihrer Lehrerin, Frau Müller-Einig, das „Planspiel Börse“ der Sparkasse Westerwald-Sieg vor. Ihre erfolgreiche Teilnahme erfolgte im Rahmen des Wahlpflichtfachs „Wirtschaft und Verwaltung“.

Netzplan Berufsorientierung vorgestellt

Zu Beginn der Sitzung stellte die Schule ihre Berufsorientierung vor (Begriff in der Schule: Netzplan Berufsorientierung). Der Schwerpunkt der Berufsorientierung liegt in der 8. Klasstenstufe (Abschlussklassen Berufsreife) bzw. in der 9. Klassenstufe (Abschlussklassen qualifizierte Sekundarabschluss I). Bei einigen Maßnahmen wie Einstellungstests wird die Schule von Betrieben unterstützt. Beim Praxistag im 9. Schuljahr sind die Schülerinnen und Schüler des Bildungsgangs „Berufsreife“ (früher: Hauptschule) dienstags im Betrieb. Dabei versäumen sie den für diesen Tag angesetzten Unterricht im Wahlpflichtfach, Musik und Bildende Kunst. In diesen Fächern erhalten sie deshalb auch keine Note. Von den 13 Schülerinnen und Schülern, die in diesem Schuljahr gestartet sind, sind noch 12 im Projekt. Davon haben bereits jetzt 9 einen Ausbildungsplatz, d. h. deren Anteil liegt etwa doppelt so hoch wie bei den anderen Berufsreifeschülern.


Der Arbeitskreis verfolgt die Berichte der Schülerinnen und Schüler über den Praxistag. Sie informierten dabei über ihre Erfahrungen im Betrieb und dass ihnen das Projekt gefällt.

Agentur für Arbeit, Jobcenter sowie IHK informierten über ausbildungsbegleitende Fördermöglichkeiten

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierten die Agentur für Arbeit, das Jobcenter sowie die IHK über ausbildungsbegleitende Fördermöglichkeiten. Herr Nöckel und Herr Steinhauer berichten über die Möglichkeiten und Förderungen für Betriebe, die das Jobcenter oder der Agentur für Arbeit im Rahmen der Programme „Assistierte Ausbildung“, „ausbildungsbegleitende Hilfen“ und „Einstiegsqualifizierung“ bietet. Ziel ist dabei, dass die Jugendlichen eine Ausbildung beginnen bzw. diese erfolgreich beenden. Die IHK bietet nach den Ausführungen von Frau Mesletzky Förderungen für alle Auszubildenden, die auch im Betrieb stattfinden können. Förderprogramme sind z. B. Fit in die Lehre, Auslandsaufenthalte oder Zeile. Darüber hinaus unterstützt die IHK „durchstarter.de“. Im Rahmen dieses Angebots für Jugendliche, berichten und werben Auszubildende über und für die duale Ausbildung.

Schulsozialarbeiterin bietet qualifizierte Hilfe für Probleme

Im Anschluss daran informierte Frau Woiner über ihre Tätigkeit als Schulsozialarbeiterin an der Marie-Curie-Realschule. Sie ist eine qualifizierte und vertrauenswürdige Ansprechpartnerin für die Schülerinnen und Schüler, die nicht dem Lehrerkollegium angehört. Hauptinhalt ihrer Arbeit sind Gespräche mit Schülerinnen und Schülern über deren Probleme, die sie meist von außerhalb in die Schule mitbringen. Oft wenden sich die Schülerinnen und Schüler an Frau Woiner. Nur ca. ein Drittel wird von den Lehrern dazu aufgefordert.

Betriebe haben die Möglichkeit Ausbildungsangebote kostenlos auf der Homepage der VG zu veröffentlichen

Zum Ende der Sitzung verweist Bürgermeister Schmidt auf die Homepage der Verbandsgemeinde. Dort können die Betriebe ihre Ausbildungsangebote veröffentlichen, damit Jugendliche sie schneller finden, siehe www.bad-marienberg.de/ausbildung.

Verbandsgemeindeverwaltung