40. VG-Arbeitskreis „Schule, Wirtschaft und Verwaltung“

zu Gast bei TUBE TEC

 20.11.2017

Claudia Otto, Jörg Denker, Martin Meyer, Dietmar Held und Daniel Dreßler (v. l.) dankten für die Betriebe dem scheidenden Bürgermeister Jürgen Schmidt für den von ihm eingerichteten Arbeitskreis und seinen Einsatz für die Ausbildung im Interesse der Region Bad Marienberg. Als Geschenk überreichen Sie eine Luftaufnahme mit VG-Verwaltung und den Schulen, also dem, was Jürgen Schmidt sehr am Herzen lag.

Ausbildungsleiter Dietmar Held führte dem Arbeitskreis zunächst ein neues Produkt des Betriebes vor. TUBE-TEC stellt jetzt auch sehr anspruchsvolle Ölverteiler her. Für die eigene Kontrolle der Produktion nutzt der Betrieb Schablonen, die ein 3D-Drucker herstellt. Anschließend führt ein externes Unternehmen eine strenge Qualitätsprüfung durch.

Ausbildung in einer modernen Lehrwerkstatt

Die technischen Auszubildenden werden abwechselnd in der Produktion und in der Lehrwerkstatt eingesetzt. Dort nutzen sie einen Schweißsimulator, Schweißkabinen, eine Schleifkabine und Werkbänke. Am Simulator können die Jugendlichen in sehr realistischer Weise die unterschiedlichen Anforderungen beim Schweißen erlernen. Das Gerät stellt die Fortschritte und Fehler der einzelnen Auszubildenden fest.

Anschließend informierte der technische Direktor, Matthias Deller, über das weltweite Interesse an den hochwertigen Erzeugnissen. Auch in der Ausbildung kann sich das Unternehmen sehen lassen. Ein großer Teil der Beschäftigten wurde selbst ausgebildet. Zusammen mit dem Standort in Sainscheid hat das Unternehmen derzeit 180 Beschäftigte, davon 30 Auszubildende. TUBE-TEC ist für die Zukunft gut aufgestellt. Marcel Birk, Robin Müller, Anne Höfer, Yannik Weber und Vijthan Ranguaraj informierten eindrucksvoll über Ihre Motivation sowie den Verlauf Ihrer Ausbildung/Dualem Studium. Ein wichtiger Bestandteil ist die Prüfungsvorbereitung, die - soweit möglich - intern durchgeführt wird.

Weiteres Element der Berufsinformation

Die Betriebe haben immer größere Probleme Auszubildende zu finden, vor allem für die technischen Berufe. Deshalb müssen mehr Schülerinnen und Schüler motiviert werden, direkt nach der Realschule plus eine Ausbildung zu beginnen. Derzeit sind das bei beiden Bildungsgängen „Berufsreife“ (Hauptschule) und „qualifiziertem Sekundarabschluss I“ (Realschule) nur etwa ein Drittel. Viele versuchen einen vermeintlich besseren Schulabschluss zu erreichen. Und das, obwohl der erfolgreiche Abschluss einer Ausbildung in den meisten Fällen (Durchschnittsnote mindestens 3,0) automatisch von der Berufsreife zum qualifizierten Sekundarabschluss I führt. Darüber hinaus ist in vielen Fällen (Ausbildung mit einer entsprechenden Note und Berufserfahrung) ein Studium mit „nur“ einem schulischen qualifizierten Sekundarabschluss I (Realschulabschluss) möglich.

Die Erwartung auf den erfolgreichen Tag der offenen Tür für Schülerinnen und Schüler bei der Fa. Ebener-Fassadenprofiltechnik veranlasste den Arbeitskreis diese Idee aufzugreifen. Beim nächsten Treffen im Frühjahr soll darüber gesprochen werden, ob der Arbeitskreis ein derartiges Angebot von vielen Betrieben koordinieren kann. Dann könnten sich die Schülerinnen und Schülern möglichst zusammen mit ihren Eltern an mehreren Tagen/Nachmittagen vor Ort informieren. Die einzelnen Betriebe würden dann nur ein- oder zweimal ihre Pforten öffnen. Ziel ist, mehr Schülerinnen und Schüler zu motivieren, direkt nach der Realschule plus eine Ausbildung in einem technischen/handwerklichen Berufe zu beginnen. Darüber hinaus könnten so auch Praktikumsplätze gefunden werden.

Jürgen Schmidt verabschiedet sich vom Arbeitskreis

Bürgermeister Jürgen Schmidt dankt zum Ende seiner Amtszeit in seiner letzten Sitzung des Arbeitskreises allen Mitgliedern für die guten Ergebnisse, das äußerst sachliche und sehr gute persönliche Miteinander. Der sehr wichtige Arbeitskreis hat in seinen bisher 40 Sitzungen gute Erfolge erzielt. Er wünscht dem Arbeitskreis weitere gute Resultate zum Wohle der heimischen Schulen und Wirtschaft.

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