Ausstellung "Iceland Skin"

Anne Moldenhauer zeigt Ausstellung in der VG-Verwaltung

 14.06.2017

Foto: Röder-Moldenhauer

Sinnliche Nacktheit trifft auf Islands Natur - Ausstellung

Was eigentlich ein ganz normaler Islandurlaub mit einer guten Freundin sein sollte, wurde für Fotografin Anne Moldenhauer zu einem ganz besonderen Fotoprojekt. Die Ausstellung „Iceland Skin“ ist ab dem 19.06.2017 in der Verbandsgemeindeverwaltung Bad Marienberg zu sehen und erntete bereits bei der gut besuchten Vernissage viel Lob.

Nackt und verletzlich wirkt der Körper der jungen Frau inmitten von Islands wilder Natur. Weiche Haut steht im Gegensatz zu schroffen Felsen und einem rauen Klima. Aber trotzdem verschmilzt der Körper mit seiner Umgebung, ist in seiner Nacktheit ebenso ursprünglich wie die Landschaft. Winzig klein steht das Model vor hohen Bergen, deren Gipfel vom Nebel verhüllt sind, klammert sich an Felsen, während die Haare im starken Wind wehen oder wandert über endlos scheinende Flächen aus leuchtend grünem Moos.

Ich bin keine Landschaftsfotografin

„Ich bin keine Landschaftsfotografin“, sagt Anne Moldenhauer über sich selbst. „Wer mich kennt weiß: Ich fotografiere gerne nackte Körper.“ Trotzdem hat sie die faszinierende Natur Islands, das Licht und die Farben perfekt eingefangen. Rund 20 großformatige Drucke lassen den Betrachter eintauchen in das Land der Vulkane, Steinwüsten, Wasserfälle und Geysire. Auf manchen Aufnahmen verschwindet der nackte Körper fast in der überbordenden Landschaft, auf anderen wird der Mensch selbst zur Landschaft.

Länger als zehn Minuten konnten wir nicht fotografieren, es war einfach zu kalt

„Das Projekt war absolut nicht geplant“, erzählt Anne Moldenhauer. Im September vergangenen Jahres reiste sie gemeinsam mit ihrer Freundin Julia in einem umgebauten Kastenwagen über den Inselstaat im hohen Norden. Die Idee zum Projekt kam spontan, und Annes Freundin erklärte sich sofort bereit, als Aktmodell zu fungieren. Kein leichter Job bei eisigen Außentemperaturen, Regen und Wind. „Länger als zehn Minuten konnten wir nicht fotografieren, es war einfach zu kalt“, berichtet Anne Moldenhauer. Aber der Einsatz der beiden jungen Frauen hat sich gelohnt. Dramatische und faszinierende Fotografien sind entstanden, die dem Betrachter vor Augen führen, wie klein und verletzlich der Mensch inmitten der Natur ist.

Viele Gäste bestaunten bei der Vernissage im Fotostudio Röder-Moldenhauer in Bad Marienberg das große Talent und Können der begeisterten Fotografin Anne Moldenhauer, die mit ihren eindrucksvollen Fotografien viel Lob und Anerkennung erhielt, so auch von Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher und Bürgermeister Jürgen Schmidt.

Verbandsgemeindeverwaltung Bad Marienberg