Dank für 330 Jahre Brandschutz

Verbandsgemeinde dankt ehrenamtlichen Wehrleuten

 01.12.2017

Für zusammen 330 Jahre ehrenamtlichen Feuerwehrdienst wurden 12 Wehrleute aus der Verbandsgemeinde Bad Marienberg ausgezeichnet. Die Ehrungen des Landes für jeweils 25 und 35 Jahre ehrenamtlichen Dienst im Brandschutz nahmen Dienstherr Bürgermeister Jürgen Schmidt (rechts) und der Erste Beigeordnete des Westerwaldkreises, Kurt Schüler (4.v.l.), gemeinsam vor. Mit den Geehrten freuten sich der künftige Bürgermeister Andreas Heidrich (links) und Verbandsgemeindewehrleiter Klaus Groß (3.v.l.). Fotos: Röder-Moldenhauer

Goldene und Silberne Feuerwehr-Ehrennadeln des Landes für verdiente Wehrleute

Feuerwehr Beförderungstermin im Bürgerhaus Nistertal bringt zahlreiche Ehrungen, Beförderungen und Verpflichtungen

VG-Wehrleiter Klaus Groß begrüßte die Gäste des diesjährigen zentralen Ehrungs- und Beförderungstermins der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Bad Marienberg. Er gab einen kurzen Rückblick über das Feuerwehrjahr 2017. Wieder einmal hatten die VG-Wehren zahlreiche Einsätze zu leisten. Beispielhaft nannte er drei verheerende Wohnungs- und Scheunenbrände in Mörlen und Dreisbach. Darüber hinaus war man auch wieder bei einigen schweren Verkehrsunfällen gefordert. Auch beim Brand eines Reifenlagers in Ransbach-Baumbach eilte man den Einsatzkräften vor Ort zu Hilfe. Dies belege die gute Zusammenarbeit über die Grenzen der Verbandsgemeinde hinaus, sagte Groß.

Bereits die Kleinsten „dienen“ in Bambini-Feuerwehren

Ein weiterer Schwerpunkt im Einsatzjahr lag wie immer auf der Ausbildung: 72 Lehrgänge auf Kreisebene haben die Einsatzkräfte erfolgreich absolviert. Daneben legen die VG-Wehren viel Wert auf die Nachwuchsarbeit, um die Einsatzbereitschaft auch in Zukunft gewährleisten zu können. Hier werden bereits die Kleinsten in „Bambini-Feuerwehren“ in Langenbach und Unnau spielerisch an den aktiven Dienst herangeführt.

Er dankte den Feuerwehrleuten für ihren nicht selbstverständlichen und fachkundigen Einsatz. „Helfen, das können wir!“, stellte er die große Kompetenz der freiwilligen Wehrleute in der VG Bad Marienberg heraus.

Auch der Nistertaler Ortsbürgermeister Christian Benner ließ es sich als Hausherr nicht nehmen, die Gäste des Beförderungstermins zu begrüßen. Er tat dies als aktives Mitglied im Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Nistertal, der unter der hervorragenden Stabführung von Marco Jeuck die Veranstaltung musikalisch begleitete, ebenfalls in Uniform.

Kurt Schüler: „Die Freiwilligen Feuerwehrleute sind keine Amateure!“

Der Erste Kreisbeigeordnete Kurt Schüler überbrachte die Grüße von Landrat Achim Schwickert. Stellvertretend für die ebenfalls anwesenden Hartmut Karwe  (Stellv. Kreisfeuerwehrinspekteur) und Bernd Dillbahner (Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband) legte er sein Augenmerk auf einen anderen Aspekt des Feuerwehrdienstes: In vielen Gemeinden beteiligen sich die Wehren sehr aktiv am gemeindlichen und kulturellen Geschehen. Auch dies sei ein überaus wichtiger Dienst an der Allgemeinheit. Darüber hinaus hob Schüler die vielen Jahre der hervorragenden Zusammenarbeit mit Bürgermeister Jürgen Schmidt hervor, mit dem er aufgrund dessen Pensionierung die anstehenden Ehrungen in diesem Jahr zum letzten Mal vornehmen werde. „Die Freiwilligen Feuerwehrleute sind keine Amateure!“ zollte Schüler bezugnehmend auf jüngste Medienberichte den Wehrleuten ein großes Lob.

Erstmals auch weibliche Feuerwehrleute geehrt

Dem konnte der oberste Dienstherr der Wehrleute in der VG Bad Marienberg, Bürgermeister Jürgen Schmidt, nur beipflichten. Nachdem er sich beim Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Nistertal und seinem Stabführer Marco Jeuck für die musikalische Begleitung des Programms bedankt hatte, hob er in seiner Rede die großen Verdienste der aktiven Wehrleute der insgesamt 14 Wehren innerhalb der Verbandsgemeinde Bad Marienberg für das Gemeinwohl hervor. Dafür dankte er ihnen persönlich als auch im Namen der Verbandsgemeindegremien und der Bürgerschaft herzlich: „Euer Einsatz und ehrenamtliches Engagement zu Schutz, Sicherheit und Hilfe für andere Menschen verdient höchsten Respekt und Anerkennung“, lobte er die Tatkraft und Hingabe seiner Wehrleute. Besonders freute er sich, dass er beim letzten Beförderungstermin seiner Amtszeit erstmals weibliche Feuerwehrleute für 25jährige aktive Feuerwehrtätigkeit auszeichnen konnte.

Bürgerschaft, Verbandsgemeinde und Bürgermeister wissen, was sie an der Freiwilligen Feuerwehr haben

Zur Gewährleistung des Brandschutzes gehöre eine moderne, dem höchsten technischen Stand entsprechende Ausrüstung und Ausstattung. Dafür hätten er selbst und die Verbandsgemeinde immer gesorgt, betonte der Bürgermeister. „Wir geben jährlich rund 400.000 € dafür aus. Dazu kommen notwendige Investitionen und Beschaffungen.“ Ergebnis dieser Bemühungen seitens des Trägers und der Wehrleute sei eine zwar Freiwillige, aber professionell agierende Feuerwehr. Dank dafür gelte auch den Familien und Arbeitgebern der Wehrleute, die die Aktivitäten unterstützten.

Jürgen Schmidt: „Die Arbeit mit Euch hat immer Spaß gemacht“

Mit Blick auf seine bevorstehende Pensionierung zog Jürgen Schmidt ein positives Fazit seiner Zeit als Dienstherr der Feuerwehr. In seiner Amtszeit habe die VG 24 Fahrzeuge für 3,5 Mio. € beschafft. Weitere 3 Mio. seien in die Gerätehäuser geflossen. „Diese Bilanz kann sich sehen lassen“, bilanzierte er. Auch der Feuerwehrnachwuchs habe ihm stets besonders am Herzen gelegen. „Die Arbeit mit Euch hat immer Spaß gemacht. Ich wünsche dem Brandschutz in unsrer Verbandsgemeinde eine gute Zukunft“, beschloss der Bürgermeister seine Ansprache.


Eine hohe Auszeichnung erhielt die langjährige Feuerwehrsachbearbeiterin Cornelia Schmidt: Für ihre langjährige gewissenhafte Arbeit zum Wohle der örtlichen Wehren erhielt sie vom Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands Bernd Dillbahner (rechts) die höchste Auszeichnung, die ein Nichtaktiver in Deutschland erhalten kann. Sie wurde mit der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille ausgezeichnet. Wehrleiter Klaus Groß und Kreisbeigeordneter Kurt Schüler (v.l.) gehörten zu den ersten Gratulanten.

Verbandsgemeindeverwaltung
(Bericht wird fortgesetzt)