Karsten Lucke wird Nachfolger von Andreas Heidrich

Neuer ehrenamtlicher Beigeordneter

 12.10.2017

Neuer ehrenamtlicher Beigeordneter der Verbandsgemeinde Bad Marienberg ist Karsten Lucke (Mitte). Bürgermeister Jürgen Schmidt (2.v.r.) sowie die Beigeordneten Jürgen Steup und Eva Ehrlich-Lingens (v.l.) gratulierten dem SPD-Kandidaten zum klaren Votum des Verbandsgemeinderats. Büroleiter Stephan Keßler freute sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit. Fotos: Röder-Moldenhauer

42jähriger Ortsbürgermeister aus Lautzenbrücken wird Nachfolger von Andreas Heidrich

In der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats Stand die Wahl des neuen, ehrenamtlichen Ersten Beigeordneten auf dem Programm. Bereits im Vorfeld hatte sich die SPD-Fraktion auf Karsten Lucke als Kandidaten verständigt und ihn auch öffentlich vorgestellt.

Fraktionssprecher Hans-Alfred Graics schlug den Kandidaten offiziell zur Wahl vor. Dabei bedauerte er, dass das bisherige Verwaltungsmodell mit einem hauptamtlichen Beigeordneten, der auch die Funktion des Büroleiters ausgeübt hatte, nicht mehr fortgeführt werden kann, da die Zahl der Einwohner mit Hauptwohnsitz von 20.000 zum von der Gemeindeordnung vorgegebenen Stichtag unterschritten wurde. Dieses System hätte sich in der Verbandsgemeinde Bad Marienberg über Jahrzehnte bewährt, sagte Graics. In diesem Zusammenhang lobte er die engagierte Arbeit der beiden hauptamtlichen Beigeordneten Jürgen Steup und Andreas Heidrich, die ihr Amt mit großem Einsatz und viel Herzblut ausgefüllt hätten.

Die SPD-Fraktion habe ihren Kandidaten Karsten Lucke schon früh den Gremien der Verbandsgemeinde und den Ortsbürgermeisterinnen und –bürgermeistern vorgestellt. Über die heimische Presse sei der Vorschlag auch der Öffentlichkeit bekannt gemacht worden. Seine Fraktion halte den 42jährigen Familienvater, der seit 13 Jahren in der Verbandsgemeinde ansässig ist, für die beste Wahl. Der Studienleiter der Bildungsstätte Europahaus ist seit 2009 Mitglied des Gemeinderats in seinem Wohnort Lautzenbrücken und seit 2014 Ortsbürgermeister.   

„Karsten Lucke wird sich nahtlos in das gut funktionierende Führungsteam der Verbandsgemeinde einfügen. Er ist vor allem auch der Kandidat des bisherigen und des neuen Bürgermeisters“, warb Graics für den Kandidaten der SPD-Fraktion.

Nachdem es die CDU-Fraktion im Vorfeld der Wahl offen gelassen hatte, ob sie einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt, schlug Fraktionschef Bernd Weber in der Sitzung seinen Fraktionskollegen Martin Halb für das Amt des Ersten Beigeordneten vor. Martin Halb habe bei der Wahl des Bürgermeisters gegen Andreas Heidrich im Mai dieses Jahres mit rund 40% ein mehr als achtbares Ergebnis eingefahren. Zudem verfüge er als Ratsmitglied über Erfahrung in der Kommunalpolitik.

Kurt Lehner gab bekannt, dass seine Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Karsten Lucke unterstützen werde, da man anlässlich der Vorstellungsgespräche viele gemeinsame Positionen festgestellt habe.

In geheimer Wahl entfielen 18 Stimmen und damit die klare Mehrheit auf Karsten Lucke. Für Martin Halb stimmten 11 Ratsmitglieder. Enthaltungen und ungültige Stimmen gab es nicht.


Im Rahmen der Sitzung des Verbandsgemeinderats vom 18. September fand die Wahl des neuen ehrenamtlichen Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Bad Marienberg statt. Der von der SPD-Fraktion nominierte Karsten Lucke (links) setzte sich deutlich gegen seinen Gegenkandidaten Martin Halb (CDU) durch. Bürgermeister Jürgen Schmidt (Mitte) nahm anschließend die beamtenrechtliche Ernennung sowie die Vereidigung vor. Büroleiter Stephan Keßler gehörte zu den ersten Gratulanten.

Nachdem Lucke die Wahl angenommen hatte, überreichte Bürgermeister Jürgen Schmidt die entsprechende Ernennungsurkunde und vereidigte Karsten Lucke. Schmidt wünschte seinem neuen Stellvertreter viel Glück und ein gutes Miteinander im Rat und den Gremien.

In seiner kurzen Dankesrede sprach der neue Erste Beigeordnete von einem besonderen Tag für ihn. Er dankte dem Verbandsgemeinderat für das Vertrauen, dass er rechtfertigen wolle. Dabei wolle er als Neuling bewusst keine großen Versprechungen machen. Er werde aber in seinem neuen Amt sein Bestes geben. 

Verbandsgemeindeverwaltung