VG-Jugendbahnhof weiter im Aufwind

mit fast 14.000 Besuchern im Jahr 2016

 16.03.2017

Die beliebte Nachwuchseinrichtung feiert am 15. Oktober 2017 ihren 35. Geburtstag

Was zu Beginn der 1980er Jahre als Pilotprojekt auf ehrenamtlicher Basis bereits eine Vorreiterrolle auf der Ebene der kommunalen Jugendpflege war, hat sich im Laufe der Jahre bestens bewährt und fest etabliert und ist mit seinen bedürfnis- sowie bedarfsorientierten nachhaltigen Angeboten für viele Kinder und Jugendliche in der Verbandsgemeinde Bad Marienberg ein wichtiger und beliebter Treffpunkt.
Dies belegt die aktuelle Nutzungsstatistik 2016 des Jugendbahnhofs in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde, die sich die jährlichen Kosten mit der Stadt wegen ihres Standortvorteils im Verhältnis 40:60 aufteilt. Im letzten Jahr nahmen insgesamt 13.835 Mädchen und Jungen die vielfältige Angebotspalette des Jugendbahnhofs wahr, ein Zuspruch, der eine neue Rekordzahl bedeutet. Davon zählt der Jugendbahnhof selbst mit seinem sportlichen Außengelände 7.009 Tagesbesucher, 5.986 entfallen auf Teilnehmer von jugendspezifischen Angeboten und 840 auf die qualifizierten individuellen Hilfsangebote.

Stammbesucher im offenen Treff sind 12 bis 16 Jahre jung

Der VG-Jugendbahnhof im ehemaligen Bahnhofsgebäude der Stadt verzeichnet einen kontinuierlichen Attraktivitätszuwachs sowie einen Generationenwechsel bei den ständigen Besuchern. Er war in 2016 an 212 Tagen geöffnet und bietet ganzjährlich feste Angebote vom Internet-Café über Billard, Tischtennis, Erlebniskochen, sportliche Aktivitäten, Hausaufgabenhilfe, Unterstützung bei Bewerbungsschreiben und Stellensuche, individuelles Coaching, Lösung bei Problemen in Familie, Beruf oder Schule, Präventions- und Infoabende sowie Ausflugsfahrten und Freizeiten.
Dabei ist festzustellen, dass der Arbeitsschwerpunkt der beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der offenen Jugendarbeit deutlich hin zur Jugendsozialarbeit tendiert, die im Laufe des letzten Jahrzehntes immer mehr zum sozialpädagogischen Arbeitsschwerpunkt der kommunalen Jugendpflege wird.

521 Veranstaltungs- und Gruppenangebote nutzen 6.000 Teilnehmer

Hierbei standen Themen wie Vielfalt, Respekt, Achtung und Achtsamkeit mit entsprechendem inhaltlichem Schwerpunkt auf der Grundlage von Partizipation im Vordergrund. Diese gibt es speziell für Mädchen (Wen-Do-Training, Handy-Workshop u.a.),  Kinder (Kreativnachmittage, Ferienspaß usw.), Jugend (Suchtprävention, Rockkonzerte, Ausflugsfahrten, Training Sozialkompetenz und Gewaltprävention, Sport), altersübergreifende Events (Faschingsdisco, Kurzfilmworkshop, Feiern, Sport in der Großturnhalle, Intervention und Prä-vention) sowie Möglichkeiten für die komplette Familie (Familenspielenachmittag, Familienfahrten etc.) zur Verbesserung des positiven Gemeinschaftserlebens und den Familienmiteinanders.
Feste Bestandteile sind auch die generationsübergreifenden Veranstaltungen mit Tanzcafé-Nachmittag mit heimischen Seniorenzentren und der Besuch eines Weihnachtsmarktes.

840 individuelle Hilfs- und Betreuungsleistungen für junge Menschen

Der Bedarf nach individueller Unterstützung und entsprechenden Hilfsangeboten, die sich aus der täglichen Arbeit als Notwendigkeit entwickelt haben, ist nach wie vor groß. Grundlage dabei ist das Vertrauen, das die jungen Menschen den sozialpädagogischen Fachkräften im Jugendbahnhof entgegenbringen, denen sie sich anvertrauen bzw. die sie, wie auch ihre Eltern und Familien, auf freiwilliger Basis um Hilfe und Unterstützung ersuchen.
Neben 271 Angeboten zur individuellen Beratung und Begleitung waren 128 Bewerbungshilfen, 237 Hausaufgabenhilfen mit Testvorbereitungen und 67 individuelle Familienberatungs- und Elterngespräche von Nöten.

Freunde treffen und Unterstützung erhalten

Wie die Leiterin der Einrichtung, Elke Keller, betonte, wird der Jugendbahnhof von Kindern und Jugendlichen gezielt besucht und nicht mal eben im Vorbeigehen. Hier trifft man nicht nur Freunde, sondern kann auch schulische Dinge vor- und nachbereiten, gemeinsam essen, familiäre Probleme diskutieren sowie bei den Angeboten mitentscheiden. Das gute Vertrauensverhältnis zur Leitung wird auch gerne weiter empfohlen. Mit den bedürfnis- und bedarfsorientierten Angeboten bemühen sich Elke Keller und Claudia Göhlert-Wagner Kinder und Jugendliche stark zu machen, ihnen zu vermitteln, dass sie durch das eigene Handeln etwas bewirken können, Gemeinschaftssinn stärken, Vertrauen statt Angst und Misstrauen fördern, um sie so auf die Zukunft in unserer Gesellschaft vorzubereiten.
Dabei unterstützen die beiden hauptamtlichen Fachkräfte auch wichtige Kooperationspartner, so die Kreisjugendpflege, die Fachstelle für Suchtprävention der Diakonie Westerwald, das DRK-Seniorenzentrum Sonnenhof, diverse Vereine und die Werbegemeinschaft Bad Marienberg, das Schulzentrum, das Kreisjugendamt, ortsansässige Firmen und Unternehmen sowie die Verbandsgemeinde und mehrere Ortsgemeinden.

Jürgen Schmidt würdigte hervorragende Arbeit seiner beiden Mitarbeiterinnen

Im Fachausschuss der Verbandsgemeinde für Kultur, Jugend, Sport und Soziales würdigte Bürgermeister Jürgen Schmidt die hervorragende Arbeit seiner beiden Mitarbeiterinnen und ihr weit über das normale Maß hinausgehende Engagement im Interesse vieler Kinder und Jugendlicher, die sich im VG-Jugendbahnhof sehr wohlfühlen, weil sie hier nicht nur gemeinsam Freizeit verbringen, sondern auch Vertrauen, Hilfen und Unterstützung erfahren würden.
Weitere Infos zum VG-Jugendbahnhof im Internet unter www.jugendbahnhof-bad-marienberg.de

Besucherstatistik der Tagesbesucher, Teilnehmer von Gruppenaktivitäten, Besucher der Veranstaltungen und individueller Hilfsangebote

JahrBesucherzahl
200911.300
201011.091
201112.896
201213.266
201312.758
201414.480
201513.568
201613.835

Verbandsgemeindeverwaltung Bad Marienberg