Zwei neue Mittlere Löschfahrzeuge

Bürgerinformation über die VG-Ratssitzung am 13.06.2017

 10.07.2017

VG-Rat verabschiedet Fortschreibung des Feuerwehrbedarfs- und Organisationsplans 2017

Die Fortschreibung des Feuerwehrbedarfs- und Organisationsplans stand im Mittelpunkt der Ratssitzung vom 13.06.2017. Gewohnt kenntnisreich und fachkundig erläuterte VG-Wehrleiter Klaus Groß den vorliegenden Plan. Er ging dabei zunächst kurz auf die Entstehung des Plans 1993 und die bisherigen Fortschreibungen ein. Das umfangreiche Werk wurde zuletzt 2012 komplett überarbeitet. Damals wurde die Bildung von Kooperationen in den Plan aufgenommen sowie Änderungen im Bereich der Risikoklassen berücksichtigt.

VG beschafft zwei neue MLF sowie Drehleiter für zusammen rd. 900.000 €

Der Schwerpunkt der Fortschreibung für das Jahr 2017 liegt auf der Anpassung der Investitionsplanung bis 2022. Bereits bestellt sind Mittlere Löschfahrzeuge (MLF) für die Wehren in Langenbach  b. K. und Norken. Die Fahrzeuge kosten jeweils 135.000 € und werden vom Land mit jeweils 51.000 € bezuschusst. Die Auslieferung erfolgt im kommenden Jahr 2018. Die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Marienberg (Baujahr 1981) ist in die Jahre gekommen und muss ersetzt werden. Die ADD hat die Notwendigkeit der Ersatzbeschaffung am 13.04.2017 anerkannt. Das neue Gerät DLK 23-12 kostet stolze 640.000 €. Das Land unterstützt den Kauf mit einem Zuschuss in Höhe von 227.000 €. Im Haushalt 2017 hat der Brandschutzträger Verbandsgemeinde Bad Marienberg eine Anfinanzierung von 320.000 € veranschlagt. Die zweite Hälfte des Kaufpreises wird in den Haushalt 2018 eingestellt. Die Ausstattung und Ausrüstung ihrer Wehren liegt der Verbandsgemeinde nach wie vor sehr am Herzen.

Mitgliederzahlen sind derzeit konstant

Ein Blick auf die Mitgliederentwicklung zeigt nach Rückgängen in den Neunzigerjahren aktuell weitgehend konstante Zahlen. Trotzdem macht der personelle Schwund aufgrund der demografischen Entwicklung sowie wachsender beruflicher Belastung auch vor den Wehren in der VG Bad Marienberg nicht halt. Durch verschiedene Maßnahmen wie der Bildung von Kooperationen bei Einsatz- und Jugendwehren sowie der Einführung einiger Bambiniwehren ist es dem Träger gelungen, die Einsatzfähigkeit weiterhin sicherzustellen. Gleichwohl müssen kurz- und mittelfristig große Anstrengungen unternommen werden, um junge Leute für den schweren und anspruchsvollen Dienst am Nächsten zu begeistern. Dazu gehört auch eine moderne und zeitgemäße Ausrüstung und Ausbildung der Wehrleute. Dafür trägt die Verbandsgemeinde Bad Marienberg Sorge.

Keine Zweifel an der Richtigkeit der hohen Investitionen im Bereich Brandschutz ließen unisono Hans Alfred Graics (SPD) und Bernd Weber (CDU) für ihre Fraktionen bei der anschließenden Aussprache. Wichtiger als alle notwendige Technik seien aber Menschen, die diese einsetzen und bedienen könnten, sagte Graics. Bei den Mitgliederzahlen machten sich der höhere Frauenanteil sowie die Übernahmen aus den Jugendwehren positiv bemerkbar.

Bernd Weber sprach von einem gesunden Fundament. „Das Gerät muss auf der Höhe der Zeit sein“, stellte er fest. Beide Fraktionssprecher dankten allen Wehrleuten in der VG Bad Marienberg für ihren Dienst. Besonderer Dank galt den Wehrführungen und Jugendwarten in den örtlichen Wehren sowie der Wehrleitung. Der Verbandsgemeinderat verabschiedete einstimmig die vorgelegte Fortschreibung 2017 des Feuerwehrbedarfs- und Organisationsplans.

Bauaufsicht wird ab 1. Juli auf den Westerwaldkreis zurückübertragen            

Die Novellierung 2015 der Landesbauordnung sieht vor, dass die bisher mögliche und für die Verbandsgemeinde Bad Marienberg erfolgte Übertragung von Aufgaben der Unteren Bauaufsichtsbehörde auf die Verbandsgemeinden für Gemeinden mit weniger als 21.000 Einwohnern zum 31.12.2017 ausnahmslos aufgehoben wird. Davon ist auch die Verbandsgemeinde Bad Marienberg betroffen. Da die Beschäftigung des für diese Aufgaben zuständigen Mitarbeiters der Verwaltung zum 30.06.2017 endet, hat die Verwaltung beim zuständigen Ministerium in Mainz die vorzeitige Rückübertragung ab 01.07.2017 beantragt. Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises hat der vorzeitigen Übernahme der Aufgaben bereits zugestimmt.

Verbandsgemeindeverwaltung