Borkenkäfer, Totholz und Gefahren im Wald

Forstamt Rennerod informiert

 22.11.2019

Stürme, geringe Niederschläge und hohe Sommertemperaturen haben in den
Jahren 2018 und 2019 unseren Wäldern erheblich zugesetzt und vor allem den Borkenkäfern eine breite Basis für eine Massenvermehrung gegeben.

Selbst dem möglichweise weniger Waldinteressierten springen die inzwischen schon flächenweise abgestorbenen Fichten ins Auge. Buchen, Eschen, der Ahorn und andere Laubbäume leiden ebenfalls, allerdings wird dies auf den ersten Blick noch nicht so offensichtlich wie bei den Nadelbäumen.

Seit nunmehr über einem Jahr werden mit allen verfügbaren Kräften abgestorbene Bäume gefällt und soweit noch möglich einer sinnvollen Verwertung zugeführt. Die inzwischen geschädigten Flächen sind jedoch so groß, dass an vielen Waldorten eine vollständige Beseitigung der toten Bäume noch nicht erfolgen konnte. An ausgewählten Orten werden nicht mehr verwertbare tote Bäume belassen. Das sich nun langsam zersetzende Holz liefert Lebensräume für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten.

Für das Jahr 2020 geht das Forstamt davon aus, dass weitere Bäume in größerem Umfang absterben werden und dass sich der gesamte Forstbetrieb neben der
Wiederbewaldung auf bereits geräumten Schadflächen auf den Einschlag der vom Borkenkäfer befallen Fichten konzentrieren muss.

Das Bild von unseren Wäldern wird sich drastisch verändern!

Allen Waldbesuchern wird geraten, Bereiche mit noch nicht gefällten abgestorbenen Bäumen zu meiden. Von außen häufig nicht erkennbar, unterliegt das abgestorbene Holz einer raschen Zersetzung durch Pilze, Käfer und Mikroorganismen. Es wird morsch und kann ohne Vorwarnung zusammenbrechen.

Abbrechende Baumwipfel und Äste bedeuten Lebensgefahr!

Waldorte, an denen Holz eingeschlagen wird, werden durch Schilder und Banner abgesperrt. Im Interesse der eigenen Gesundheit müssen solche Sperrungen respektiert werden. So rasch wie möglich werden Wege nach Abschluss der Arbeiten wieder frei gegeben.

Wer mehr über die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder erfahren möchte, kann sich an die Revierförster oder an das Forstamt wenden.