Roger Lewentz übergibt neue Drehleiter

an Stützpunktfeuerwehr Bad Marienberg

 30.11.2018

Schlüsselübergabe für die fabrikneue und hochmoderne Drehleiter DLA (K) 23/12 durch den rheinland-pfälzischen Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur Roger Lewentz (Mitte) an Wehrführer Olaf Schütz. Mit ihnen freuten sich v.l. Landrat Achim Schwickert, VG-Wehrleiter Klaus Groß, Pfarrer Oliver Salzmann, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Bernd Dillbahner, Bürgermeister a.D. Jürgen Schmidt, Bürgermeister Andreas Heidrich, stellv. Kreisfeuerwehrinspekteur Tobias Haubrich und der Wehrleiter der befreundeten Stadt Marienberg im Erzgebirge Kay Kretzschmar. Fotos: Röder-Moldenhauer

Neues Großfahrzeug ersetzt 37 Jahre altes Vorgängermodell

Verbandsgemeinde investierte 2018 soviel wie nie in neue Fahrzeuge und Persönliche Schutzausrüstung ihrer Wehren

Zur offiziellen Übergabe der neuen Drehleiter DLA (K) 23/12 freute sich Bürgermeister Andreas Heidrich, den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz im toll hergerichteten und gut beheizten Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bad Marienberg begrüßen zu können. Neben dem Minister waren Landrat Achim Schwickert, die VG-Beigeordneten Karsten Lucke, Jürgen Steup, Eva Ehrlich-Lingens und Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher sowie zahlreiche Vertreter der Verbandsgemeindegremien gekommen. Auch Bürgermeister a.D. Jürgen Schmidt war der Einladung seines Nachfolgers gerne gefolgt, hatte er doch während seiner Amtszeit die Neubeschaffung des Fahrzeugs mit initiiert. Der Stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Tobias Haubrich und Bernd Dillbahner als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Westerwald waren ebenso erschienen wie viele Vertreter der Nachbarwehren. Besondere Gäste waren einmal mehr eine Abordnung der Feuerwehrkameraden aus der Partnerstadt Marienberg/Erzgebirge mit dem Wehrleiter Kay Kretzschmar an der Spitze, die es sich nicht hatten nehmen lassen, den weiten Weg von 450 km auf sich zu nehmen, um bei der Übergabe dabei zu sein.

Zunächst dankte Bürgermeister Heidrich Staatsminister Roger Lewentz für sein Kommen. „Ich bin sehr dankbar, dass Sie als oberster Dienstherr der Feuerwehren in Rheinland-Pfalz persönlich nach Bad Marienberg gekommen sind“, freute er sich. Gleichzeitig dankte er dem Minister und seinen Mitarbeitern für das gute Miteinander im Zuge der Beschaffung des neuen Fahrzeugs und nicht zuletzt für den Landeszuschuss in Höhe von 227.000 €.

„Das gleiche gilt selbstverständlich für Landrat Achim Schwickert und den Westerwaldkreis, der die Leiter mit insgesamt 41.300 € gefördert hat“, betonte der Bürgermeister und schilderte kurz die Entwicklung vom Antrag auf Anschaffung der Drehleiter bis hin zum tatsächlichen Erwerb des Geräts. Am Beschaffungsverfahren hätte VG-Wehrleiter Klaus Groß immensen Anteil gehabt, der wie Wenige die Feuerwehr lebe und ohne dessen Sachkenntnis die zügige und kompetente Abwicklung der europaweiten Ausschreibung nicht denkbar gewesen sei, lobte der Bürgermeister.

„2018 investierte die VG Bad Marienberg so viel wie noch nie in die Ausrüstung ihrer Wehren!“

„Im Jahr 2018 hat die Verbandsgemeinde Bad Marienberg als Brandschutzträger so viel wie noch nie in Fahrzeuge und Persönliche Schutzausrüstung ihrer Feuerwehren investiert“, sagte Andreas Heidrich nicht ohne Stolz. Neben der Drehleiter für 640.000 € habe man zwei Mittlere Löschfahrzeuge (MLF) für die Wehren in Langenbach b. Kirburg und Norken für zusammen rund 1 Mio. € beschafft. Darüber hinaus sei auch die dringend erforderliche Persönliche Schutzausrüstung nicht zu kurz gekommen, so der Bürgermeister. Dies alles sei in großem Einvernehmen mit den Gremien der Verbandsgemeinde geschehen, habe man es dort doch schon immer als Verpflichtung angesehen, das unverzichtbare ehrenamtliche Engagement der Wehrleute anzuerkennen und für deren moderne technische Ausstattung zu sorgen. Nach seinen einführenden Worten übergab Heidrich das Mikrofon an Staatsminister Roger Lewentz, der die offizielle Übergabe vollzog.

Roger Lewentz: „Dank der Landesregierung gilt unserer gesamten großen Blaulichtfamilie in Rheinland-Pfalz!“

Vorher jedoch sagte er einige Worte über die gute Kameradschaft in den Feuerwehren, besonders jedoch in der Feuerwehr Bad Marienberg. Dies zeige sich besonders daran, dass die befreundeten Kameraden aus dem Erzgebirge den weiten Weg nicht gescheut hätten. Ebenso zeige dies die große Anzahl der erschienenen Vertreter der Nachbarwehren.


Viele interessierte Zuhörer in angenehmer Atmosphäre im Feuerwehrgerätehaus

„Die neue Drehleiter stellt eine deutlich Verbesserung der Ausrüstungssituation im Brandschutz der Verbandsgemeinde Bad Marienberg dar“, sagte der Innenminister. Die schnelle Beschaffung des Großgeräts sei nicht zuletzt Bürgermeister a. D. Jürgen Schmidt zu verdanken, der ihm mit diesem Vorhaben oft in den Ohren gelegen habe. Nun freue er sich, das Fahrzeug den Einsatzkräften übergeben zu können. Er nutzte die Gelegenheit, einmal allen rund 400 Wehrleuten sowie den gut 100 Jugendfeuerwehrleuten in der VG Bad Marienberg für ihr wichtiges Ehrenamt zu danken. Er tat dies ebenso im Namen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, denn sie  wisse genau, dass die Aufgaben der Feuerwehr, auch durch die zunehmenden Starkwetterereignissen künftig nicht weniger würden. In diesem Zusammenhang dankte Lewentz allen Mitgliedern der „Blaulichtfamilie“ in Rheinland-Pfalz, zu denen er Feuerwehr- und Rettungskräfte ebenso zählte, wie die ehrenamtlichen Katastrophenschutzeinheiten. Für die anschließende feierliche Schlüsselübergabe hatte sich die Feuerwehr Bad Marienberg etwas Besonderes einfallen lassen: Die Übergabe wurde untermalt von einer stimmungsvollen Licht- und Tonshow, für die Steffen Wertz verantwortlich zeichnete.


Beeindruckende Licht- und Toneffekte für die neue Drehleiter

„Anschaffung der Drehleiter ist ein Signal auch und gerade für den Feuerwehrnachwuchs“

Landrat Achim Schwickert betonte das Gemeinschaftswerk der Beschaffung der Drehleiter und dankte insbesondere den VG-Gremien für die Bereitschaft, so viel Geld in die Hand zu nehmen. Eine solche Anschaffung sei selbstverständlich im Einsatz eine wertvolle Hilfe für die Feuerwehrkräfte, aber auch die Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus sorge sie aber auch für ein Stück weitere Motivation sowohl bei den aktiven Wehrleuten, als auch beim Feuerwehrnachwuchs, auf den man künftig mehr denn je angewiesen sei. Ein solches Gerät sei also auch ein Signal an die Jugendfeuerwehren, dass die Brandschutzträger den hohen Einsatz der Feuerwehrleute mit einer Topausstattung förderten. Daneben betonte der Landrat den Effekt der Wirtschaftsförderung, da der Brandschutz auch der Sicherheit der vielen Wirtschaftsunternehmen in Kreis diene. Er wünschte den Wehrleuten im Einsatz mit der Drehleiter allzeit gute und sichere Heimkehr.

„Drehleiter dient der Sicherheit der Bevölkerung“

Verbandsgemeindewehrleiter Klaus Groß erläuterte in einem von großer Sach- und Detailkenntnis geprägten Vortrag die technischen Einzelheiten und das breite Einsatzspektrum des neuen Fahrzeugs. Er griff das weit verbreitete Klischee vom „Schönen Spielzeug“ für die Wehrleute auf und stellte klar, dass die Leiter keineswegs nur ein Spielzeug sei. Vielmehr diene sie der Sicherheit der Bevölkerung. Dabei verwies er auf die Einsatzdaten der alten Leiter. Diese blicke immerhin auf 355 Einsätze zurück, bei denen nicht weniger als elf Menschenleben hätten gerettet werden können.

„Kirche und Feuerwehr gehören zusammen“

Für den geistlichen Beistand sorgte Pfarrer Oliver Salzmann, der als Stellvertretender Wehrführer und Fachberater Feuerwehrseelsorge aktiver Feuerwehrmann ist. Er betonte den Zusammenhang zwischen Kirche und Feuerwehr und zitierte Worte des Propheten Jeremiah, aus denen er einen biblischen Auftrag zum Feuerwehrdienst ableitete. Abschließend segnete er nach einem gemeinsamen Vaterunser die Einsatzkräfte.

Weitere Grußworte sprachen Bernd Dillbahner als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Westerwald und der Wehrführer der Kooperationswehr Hahn, Frank Schiffmann, stellvertretend für die Wehrführungen der VG-Feuerwehren. Kay Kretzschmar überbrachte in seiner Funktion als Wehrleiter der Stadt Marienberg/Sachsen nicht nur Geschenke und kameradschaftliche Grüße aus der Partnerstadt. Im Namen von Oberbürgermeister André Heinrich gratulierte er ganz herzlich zum neuen Fahrzeug.
Neben einem kurzen Grußwort hatte der Vertreter der liefernden Firma Rosenbauer aus Karlsruhe, Jürgen Teuring, einen Spendenscheck für die hiesige Jugendfeuerwehr im Gepäck, der sicher sachgerechte Verwendung finden wird.

Das Schlusswort gebührte dem Wehrführer der gastgebenden Marmer Wehr, Olaf Schütz, der sich nochmals bei allen Anwesenden bedankte und im Namen der Verbandsgemeinde zu einem kleinen Imbiss im Gerätehaus einlud.

Verbandsgemeindeverwaltung