VG-Rat verabschiedet Wirtschaftspläne der VG-Werke

Bürgerinformation über Sitzung

 14.03.2018

Bürgerinformation über die Sitzung des Verbandsgemeinderats vom 22.01.2018

„Hohen Investitionen in beiden Werken“, unter diese Überschrift stellte Bürgermeister Andreas Heidrich die Wirtschaftspläne 2018.

Leichte Gebührenanpassung beim Wasserwerk

Der Erfolgsplan des Wasserwerks schließt fast ausgeglichen mit einem leichten Gewinn von 14.800 €. Dieses Ziel werde aber nur auf Kosten einer Gebührenanpassung erreicht, sagte der Bürgermeister: Die Benutzungsgebühr steigt von 1,60 € auf 1,62 € und der wiederkehrende Beitrag von 5 ct auf 6 ct. Dies entspricht einer Mehrbelastung für einen durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt in Höhe von jährlich 11,50 €. Ohne die Erhöhung käme es zu einem Jahresverlust von 120.000 €, der aus Krediten zu finanzieren wäre.

Die Planansätze weichen 2018 kaum von denen des Vorjahres ab, wie Andreas Heidrich mitteilte. Mit den Erträgen aus Benutzungsgebühren und wiederkehrenden Beiträgen werden die laufenden Aufwendungen finanziert. Zu nennen sind hier an erster Stelle die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren. Hinter dieser Position verbergen sich die Unterhaltungskosten für die Leitungen, Hochbehälter sowie Gewinnungs- und Bezugsanlagen mit 374.500 € und 206.700 € Stromkosten. Danach folgen die Personalkosten mit rund 573.600 €, das Wasserentnahmeentgelt (Wassercent) und die aufgrund der hohen Vorjahresinvestitionen auf inzwischen 857.000 € angestiegenen Abschreibungen.  


Wasserwerk investiert im Jahr 2018 rund 1,9 Mio. €

„Beim Vermögensplan, setzt sich das fort, was ich in den Vorjahren bereits angekündigt habe. Alles was wir heute nicht anpacken, holt uns früher oder später umso heftiger ein. Wir müssen mit unserer Wasserversorgung verantwortungsvoll umgehen und zukunftsorientierte Entscheidungen treffen“, mahnte Bürgermeister Heidrich. Werkleitung und Werkausschuss hätten sich die Empfehlung des jetzt vorliegenden Entwurfs an den Verbandsgemeinderat nicht leicht gemacht. Nach ausführlicher Beratung sei man aber letztendlich einstimmig zum vorliegenden Ergebnis gekommen. Der Plan sehe Investitionen von fast 1,9 Mio. € vor und bewegte sich damit in etwa auf der Höhe des Vorjahres. Der planmäßige Schuldenstand Ende 2018 wird voraussichtlich bei rd. zwölf Mio. € liegen.

Die Investitionen in Höhe von 1,9 Mio. € erstrecken sich über das gesamte VG-Gebiet. In insgesamt 11 von 18 Gemeinden wird am Leitungsnetz gebaut. Hinzu kommen die Generalsanierung des Hochbehälters Hof sowie die Ultrafiltrationsanlage im Hochbehälter Kirburg und weitere kleinere Maßnahmen.

Für die vorgesehenen Maßnahmen sind Kreditaufnahmen in Höhe von 1,441 Mio. € veranschlagt. Demgegenüber stehen planmäßige Tilgungen in Höhe von 451.000 €.

Erfolgsplan Klärwerk schließt mit geringem Jahresverlust von rund 36.750 €

Der Erfolgsplan beim Klärwerk sieht für das Wirtschaftsjahr 2018 einen Jahresverlust von 36.750 € vor. Auch dieses Ergebnis könne nur aufgrund einer Gebührenerhöhung erreicht werden, führte Andreas Heidrich aus. Die Erhöhungen bei den Benutzungsgebühren sowie den wiederkehrenden Beiträgen  für das Schmutz- und Niederschlagswasser ergeben Mehreinnahmen von insgesamt rund 543.000 €, was bei einer durchschnittlichen vierköpfigen Familie zu einer Mehrbelastung von jährlich 56 € führt.

Auf der Aufwandsseite schlagen die Aufwendungen für Stromkosten, Leitungsnetz, Kläranlagen und weitere Abwasserbeseitigungsanlagen mit 1,58 Mio. € zu Buche. 1,32 € Mio. € sind für die Unterhaltung der Kläranlagen, Kanäle, Klärschlammentsorgung und die Erstellung der Sanierungskonzepte veranschlagt. Es folgen die Perso-nalaufwendungen und die Abwasserabgabe. Dickster Brocken sind die Abschreibungen auf Sachanlagen mit 2,34 Mio. €.


Rekordinvestitionen beim Klärwerk betragen rund 6,15 Mio. €

Im Bereich Klärwerk übertreffen die Investitionen mit rund 6,15 Mio. € nochmals leicht den Rekordwert aus 2017.

Hier schlägt die konsequente Fortführung der Sanierung der Kanäle in der Stadt und den Ortsgemeinden zu Buche. Größtenteils entfallen die Kosten korrespondierend zum Wasserwerk auf die Erhaltung bzw. Sanierung des Leitungsnetzes. Dazu kommen der Bau eines Regenrückhaltebeckens in Mörlen, die Erneuerung der Belüfterplatten in der Kläranlage Unnau und die bereits im Vorjahr beschlossene Ertüchtigung der Gruppenkläranlage Bad Marienberg.

Neben den genannten Investitionsmaßnahmen müssen die Tilgungsraten der bereits bestehenden Darlehen in Höhe von 1.099.000 € finanziert werden. Gemeinsam mit der Auflösung passivierter Ertragszuschüsse und aktivierter Eigenleistung mit rund 687.000 Euro erreiche der Vermögensplan die Rekordhöhe von fast acht Mio. €.

Für die Finanzierung der vorgenannten Millionen-Investitionen sind zusätzlich zu den Ertragszuschüssen der Anschlussnehmer und der jeweiligen Straßenbaulastträger Kreditaufnahmen auf dem allgemeinen Kreditmarkt in Höhe von 3,5 Mio. € veran-schlagt sowie zinslose Darlehen aus Landesförderprogrammen in einer Gesamtsumme von rund 1 Mio. €. Ende des Jahres 2018 werde der Schuldenstand beim Klärwerk voraussichtlich 25 Mio. € übersteigen, bilanzierte Andreas Heidrich.

Abschließend stellte Bürgermeister Heidrich fest, dass der Werkausschuss in seiner Sitzung vom 22.11.2017 dem Verbandsgemeinderat einstimmig empfohlen hatte, die vorliegenden Pläne zu beschließen. Gleichzeitig dankte er den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VG-Werke für ihren vorbildlichen Einsatz und stellte die Pläne zur Diskussion.

Verbandsgemeindeverwaltung
(Bericht wird fortgesetzt)