VG-Werke informieren:

„Trinkwasserqualität muss bei Stilllegungen in der Coronakrise erhalten werden“

 25.03.2020

Vor dem Hintergrund der Coronakrise sollte aufgrund der bereits getroffenen Maßnahmen die Trinkwasserhygiene im Blick behalten werden. Es bleiben zahlreiche Trinkwasser-Installationen, insbesondere in Geschäften, Hotels, Ferienwohnungen und Versammlungs- oder Sportstätten über mehrere Wochen ungenutzt.

Hier muss dennoch ein bestimmungsgemäßer Betrieb gemäß den allgemein anerkannten Regeln der Technik sichergestellt werden.

In der Übergangszeit sind Spülpläne notwendig.

Wenn eine normale Nutzung, also der bestimmungsgemäße Betrieb, nicht gewährleistet ist, so muss diese Trinkwasser-Installationen mit Hilfe eines Spülplans für die Übergangszeit betrieben werden. Es ist mindestens alle 72 Stunden an allen Entnahmestellen kaltes und warmes Trinkwasser zu entnehmen. Ist der Betreiber der Anlage nicht in der Lage einen solchen Spülplan umzusetzen, so sollte er die Trinkwasser-Installation an der Hauptabsperreinrichtung absperren und die Trinkwasser-Installation mit allen Komponenten vorübergehend außer Betrieb setzen.


Diese Empfehlung ersetzt nicht die Vorgaben der kommunalen Gesundheitsämter im Hinblick auf Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene gemäß Trinkwasserverordnung, die weiterhin vollumfänglich zu beachten sind.

Für die möglicherweise erforderliche Wiederinbetriebnahme der Trinkwasser-Installation sind die Anforderungen aus den allgemein anerkannten Regeln der Technik - EN 806, DIN 1988 - zu beachten. Hier gilt es, entsprechend der Stillstandszeiten und der zu erwartenden potentiellen Belastung, die entsprechenden Spülmaßnahmen bei Wiederinbetriebnahme einzuhalten. Eine Untersuchung des Trinkwassers in untersuchungspflichtigen Anlagen ist bei der Wiederinbetriebnahme zu empfehlen.