Mittlerweile ist der Genusstag der Brennerei Weyand aus dem Veranstaltungskalender der Verbandsgemeinde Bad Marienberg nicht mehr wegzudenken. In diesem Jahr stand das beliebte sommerliche Event jedoch unter ganz besonderen Vorzeichen: Der traditionsreiche Familienbetrieb blickt auf eine beeindruckende 220-jährige Geschichte zurück. Grund genug für Bürgermeister Marvin Kraus gemeinsam mit Ortsbürgermeisterin Iris Wagner, bei einem Besuch der Familie Weyand persönlich zu diesem Jubiläum zu gratulieren und gemeinsam mit einer hochwertigen Spirituose aus eigener Herstellung auf die Erfolgsgeschichte anzustoßen.
Seit mittlerweile acht Generationen wird in der Brennerei Weyand das Wissen um die Herstellung hochwertiger Brände, Geiste und Spirituosen weitergegeben. Dabei verbindet der Familienbetrieb traditionelles Handwerk mit hohen Qualitätsansprüchen und einem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Rohstoffen. Dass dieses über Generationen bewahrte Wissen auch heute von besonderer Bedeutung ist, wurde im vergangenen Jahr auf hoher Ebene gewürdigt: Die handwerkliche Brennkunst wurde in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.
Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung des spezifischen Wissens und handwerklichen Könnens, das mit der generationsübergreifenden Herstellung hochwertiger Brände und Destillate verbunden ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die nachhaltige Bewirtschaftung von Streuobstwiesen. Sie liefern wertvolle Rohstoffe für die Brennereien und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der heimischen Kulturlandschaft und der biologischen Vielfalt.
Die Brennerei Weyand zeigt eindrucksvoll, dass Tradition und Nachhaltigkeit eng miteinander verbunden sein können. Der bewusste Verzicht auf Massenproduktion sowie die sorgfältige Auswahl und Verarbeitung natürlicher Rohstoffe in höchster Bio-Qualität gehören seit vielen Jahren zur Philosophie des Familienbetriebs. Die Verfügbarkeit der Früchte und Rohstoffe bestimmt dabei ganz bewusst auch die Produktionsmenge. So entstehen aus manchen seltenen Rohstoffen lediglich 50 bis 120 Liter feinster Brände, Geiste und Spirituosen.
Auch Bürgermeister Marvin Kraus würdigte die besondere Verbindung aus Tradition, regionaler Verwurzelung und nachhaltigem Wirtschaften. Über acht Generationen hinweg einen Familienbetrieb zu erhalten und dabei das handwerkliche Wissen immer wieder an die nächste Generation weiterzugeben, sei eine außergewöhnliche Leistung. Gleichzeitig zeige die Brennerei, dass jahrhundertealte Traditionen keineswegs im Widerspruch zu heutigen Ansprüchen an Nachhaltigkeit und einen bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen stehen.
Wie lebendig die traditionelle Brennkunst auch nach 220 Jahren ist, können Besucherinnen und Besucher nicht nur beim jährlichen Genusstag erleben. Die Brennerei bietet darüber hinaus Führungen, Proben und Genussverkostungen an. Zudem besteht die Möglichkeit, aus eigenen Früchten und Beeren sowie sogar aus Honig individuelle Brände, Geiste, Spirituosen und Liköre herstellen zu lassen.
Die Verbandsgemeinde Bad Marienberg und die Ortsgemeinde Unnau gratulieren der Familie Weyand herzlich zum 220-jährigen Bestehen und wünschen dem traditionsreichen Familienbetrieb auch für die kommenden Generationen viel Erfolg.
Weitere Informationen zur Brennerei Weyand sowie zu Führungen und Verkostungen gibt es unter www.brennerei-weyand.de.
