Beim gemeinsamen Rundgang im Schulzentrum Bad Marienberg überzeugte sich Staatssekretärin Jenny Groß (vorne rechts) von den zahlreichen Bildungsmöglichkeiten. Begleitet wurde sie von Bürgermeister Marvin Kraus (vorne links) und einigen Vertreterinnen und Vertretern der hiesigen Schulen, darunter: Schulleiterin der Marie-Curie-Realschule plus Margit Müller (vorne in der Mitte), deren Stellvertreter Achim Sieger (hinten links), sowie hinten v.l.n.r: Leiterin der Michael-Ende-Schule Sandra Elfering, Rektorin der Wolfsteinschule Kerstin Leukel, Silvia Gruner-Menk und stv. Schulleiter des Evangelischen Gymnasiums Alexander Lühr. Zudem begleiteten sie Paula Grindinger vom Fachbereich „Bildung – Jugend – Soziales“ der Verbandsgemeindeverwaltung und Ortsbürgermeister der Gemeinde Nistertal Christian Benner.
Verbandsgemeinde Bad Marienberg ist ein außergewöhnlicher Bildungsstandort
Das Bildungswesen in der Verbandsgemeinde Bad Marienberg genießt spätestens seit Bürgermeister Jürgen Schmidt höchste Priorität. So hat auch sein Nachfolger Andreas Heidrich den Schulstandort Verbandsgemeinde Bad Marienberg mit der flächendeckenden Etablierung der betreuenden Grundschule, mit wichtigen Anbauten an den Grundschulen in Neunkhausen und Hof, aber auch mit der durchgehenden Digitalisierung der Schulstandorte nachhaltig vorangebracht.
Bürgermeister Marvin Kraus hat ebenfalls angekündigt, einen seiner wesentlichen Schwerpunkte in die Bildungsstandorte der Verbandsgemeinde zu legen und setzt hier auf tatkräftige Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz. Deshalb ist Bildungsstaatssekretärin Jenny Groß (CDU) der Einladung des Bürgermeisters gefolgt und konnte sich vor Ort von dem Vorzeige-Bildungsstandort Verbandsgemeinde Bad Marienberg überzeugen.
Nistertals Gemeindezentrum hat sich vorbildlich entwickelt
Den Startschuss zum gemeinsamen Rundgang gab das Gemeindezentrum der Ortsgemeinde Nistertal. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Christian Benner führte Bürgermeister Marvin Kraus die Landespolitikerin durch die moderne Grundschule, welche in vier Klassen mehr als 80 Kindern bildungstechnische Grundlagen vermittelt. Auch hier wird die betreuende Grundschule als freiwillige Leistung gut angenommen. Mehr als 80 Kinder haben hier die Möglichkeit, bis nachmittags um 15 Uhr betreut zu werden und eine kostengünstige warme Mahlzeit zu genießen. Der Schulträger, die Verbandsgemeinde Bad Marienberg, investiert in jedem Jahr kontinuierlich in den Standort, so dass derzeit eine neue Pellet-Heizung für circa 250.000 Euro errichtet wird, um in Zukunft das Gebäude klimafreundlich und kostengünstig in der Unterhaltung zu betreiben.

Doch Schwerpunkt des Rundgangs waren vor allem die Einrichtungen der Ortsgemeinde Nistertal. In den vergangenen Jahren konnte unter Ortsbürgermeister Christian Benner gemeinsam mit dem Nistertaler Gemeinderat in der lebenswerten Ortsgemeinde viel investiert werden. Knapp über eine Million Euro hat die Ortsgemeinde in die Umwandlung des in die Jahre gekommenen Tennenplatzes zur modernen Rasensportanlage Nistertal in die Hand genommen. Hier hatte das Land Rheinland-Pfalz mit 130.000 Euro einen wichtigen Anteil an der Investition übernommen. Auch wird derzeit die 4-gruppige Ganztagskindertagesstätte mit über 70 Kindern modernisiert und angebaut. Mit Kosten von circa 800.000 Euro schafft die Ortsgemeinde hier ein zeitgemäßes und zukunftsorientiertes Gebäude mit neuer Küche, Speiseraum, Gruppenraum, Sozialräume, Elternsprechzimmer und Büros, sowie einen weiteren Ruheraum für die Kinder. Besonders freut es die kommunale Familie, dass das Land Rheinland-Pfalz hier seiner Verantwortung nachkommt und mehr als 570.000 Euro aus dem Landeshaushalt (Sonderförderprogramm Kita-Bau 2024) zugesagt hat. „Das Gemeindezentrum in Nistertal hat sich in den vergangenen Jahren vorbildlich entwickelt. Es ist schön zu sehen, dass Landesgelder hier gut investiert werden“, so die Staatssekretärin. Doch Nistertal ist nicht die einzige Ortsgemeinde, die aus diesem Sondertopf profitiert. Insgesamt haben weitere fünf Kindergärten in Trägerschaft der Ortsgemeinden bzw. des Kindergartenzweckverbandes Neunkhausen aus der Verbandsgemeinde aus dem Sonderprogramm Kita-Bau 2024 in Summe eine Zusage in Höhe von über 1 Mio. Euro des Landes erhalten. „Ohne den Einsatz der Verbandsgemeinde und insbesondere von Fachbereichsleiter Alexander Stahl hätten die Ortsgemeinden von diesem Topf nicht so immens profitieren können“, stellt Ortsbürgermeister Christian Benner auch im Namen seiner Amtskollegen dankbar fest.
Im Schulzentrum präsentierte der Bürgermeister künftige Investitionen

Weiter ging es im Anschluss im Vorzeige-Schulzentrum in Bad Marienberg, in der schon unter Jürgen Schmidt und Andreas Heidrich Millionen-Beträge investiert und das evangelische Gymnasium angesiedelt wurden.
„In Zukunft geht es hier mit Millionen-Investitionen im Schulzentrum weiter“, machte Bürgermeister Marvin Kraus deutlich. In einem gemeinsamen Rundgang mit den Schulleitungen der im Schulzentrum ansässigen Schulen zeigten die örtlichen Akteure, was sie in den kommenden Jahren vorhaben.
„Bad-Marienberg-Plan für starke Startchancen“
So wird die Verbandsgemeinde Bad Marienberg mit den Geldern aus dem Sonderschuldenprogramm des Bundes und des Landes nach derzeitigem Stand allen voran die bereits herausragende Bildungslandschaft in der Gebietskulisse weiter stärken.
Ein Großteil der 10,3 Millionen Euro sollen in das Schulzentrum und die Sportinfrastruktur investiert werden. Damit investiert der Schulträger Verbandsgemeinde nachhaltig in allerbeste Startchancen, in eine gute Bildung sowie eine selbstbewusste Entwicklung des Nachwuchses und somit indirekt auch in die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
In Summe plant der Schulträger dafür Investitionen in Höhe von mehr als 6.000.000 Euro ein.
Im sogenannten Kapitel 2 sollen pauschale Mittel für Maßnahmen in den sechs Grundschulstandortgemeinden eingeplant werden. Dieses Geld soll zur nachhaltigen Verbesserung der Standortinfrastruktur (je 400.000 Euro) aufgewendet werden. Hier ist insbesondere die Ertüchtigung von Mehrzweckhallen und Sportstätten in den Fokus zu nehmen, welche als zentrale Infrastruktur von den Ortsgemeinden unter anderem auch für den Schulsport vorgehalten werden.
TalentWerk und klimafreundliche Anpassung des Schulhofes mit Landesmitteln
Zudem profitiert die Verbandsgemeinde aus dem regionalen Zukunftsprogramm des Landes mit 3,1 Millionen Euro. Mehr als 500.000 davon sollen in das Schulzentrum gehen. So möchte die Verbandsgemeinde Bad Marienberg für über 100.000 Euro den Schulhof der Marie-Curie-Realschule plus entsiegeln, klimafreundlich gestalten und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Des Weiteren wird als Herzensprojekt von Bürgermeister Marvin Kraus das MakerSpace TalentWerk errichtet, welches mit einer praxisnahen Maschinenlandschaft die Kooperation und Verzahnung zwischen Bildung und leistungsstarker Wirtschaft intensivieren soll.
Evangelisches Gymnasium plant Anbau
Startchancenprogramm und Ganztagsförderungsgesetz geben der Wolfsteinschule ein neues Gesicht
Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt wird in den kommenden Jahren die Modernisierung der Wolfsteinschule sein. Mit Mitteln von knapp einer Million Euro aus dem Startchancenprogramm möchte die Verbandsgemeinde die Flure der Schule kernsanieren und zu Räumen der Begegnung und des gemeinsamen wie zeitgemäßen Lernens umfunktionieren. Erste Pläne konnte Bürgermeister Kraus gemeinsam mit Schulleiterin Kerstin Leukel der Staatssekretärin stolz zeigen.
Auch den gestiegenen Anforderungen aus dem Ganztagsbereich soll Rechnung getragen werden. Mit der Modernisierung der ehemaligen Hausmeisterwohnung, der Errichtung eines Anbaus sowie die Etablierung eines grünen Klassenzimmers sollen mit Mitteln in Höhe von 850.000 Euro (knapp 500.000 Euro aus dem Ganzstagsförderungsgesetz) realisiert werden. Die Wolfsteinschule wird derzeit von mehr als 300 Kindern in 15 Klassen ganztags besucht.

Solche Projekte können nur gemeinsam gestemmt werden
Wie der Bürgermeister zum Abschluss deutlich machte, könne diese Vielzahl der Projekte im Bildungswesen nur deshalb realisiert werden, weil verschiedene Dinge ineinandergreifen. Der Bürgermeister betonte die gute Zusammenarbeit der Schulleitungen im Schulzentrum, die Überzeugung und vorbildliche Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, sowie die vielen einstimmigen Beschlüsse der Verbandsgemeindegremien.

